Schlesisches Tagebuch
Liebeserklärungen und andere MerkwürdigkeitenArchiv für Regionen
„Schlesischer Sommer – Slaskie Lato“
Im Programm:
- Blues & Rock – Jan Bledowski mit der Band „Krzak“
- Junge Talente
- Band „Syndykat“ und Vanessa
- Schlesische Folklore einmal anders
– „Die Band für einen Sonntag“ („Kapela na jedno niedziela”) mit Musik und schlesischen Witzen („Wice, szpasy i godki œl¹ski czelodki“ von und mit Marian Makula, Jolanta Literska, Andrzej Potêpa, Eugeniusz Stool)
Doppel-Ausstellung „Schlesische Familien“ und „UNTER TAGE – naive Malerei aus Schlesien“
Altes Rathaus, Würselen, Kasinostr. 36
Eröffnung der Ausstellung: 28.06.2008, 13.00 Uhr
Die Ausstellung dauert bis zum 31.07.2008
Ein Teil der Ausstellung ist im Couvenschen Pavillon auf dem Lousberg nur am 28.06.2008 zu sehen.
„Junge polnische Malerei – Kunst aus Schlesien“
Anwaltskanzlei Reitz-Banzet-Steinbusch, Aachen, Rotter Bruch 4
Vernissage, 27.06.2008, um 19.00 Uhr
Die Ausstellung dauert bis zum 11.07.2008
Erholungs- & Kurmöglichkeiten in Schlesien
Handwerk & Volkskunst Schlesiens
Spezialitäten schlesischer Küche und polnisches Bier
Parkplätze im unteren Bereich Lousbergs und in der Tiefgarage vor dem Casino Aachen, Monheimsallee
Veranstalter: Polregio e.V., u.a. in Kooperation mit der Stadt Aachen, dem Polnischen Generalkonsulat Köln und dem Polnischen Institut Düsseldorf.
Info: www.polregio.eu
Schlesienseminar zum Thema „Sprachen der Schlesier“
Das unter der Schirmherrschaft des Oppelner Erzbischofs Prof. Dr. Alfons Nossol stehende 13. Schlesienseminar auf Schloss Kamien Slaski (Groß Stein) in Oberschlesien widmet sich in diesem Jahr den Sprachen der Schlesier in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Seit dem Beitritt Polens und Tschechiens zum Schengen-Abkommen im Dezember letzten Jahres ist ganz Schlesien innerhalb der Europäischen Union ohne störende Grenzkontrollen in Freiheit vereint. Ein großes Hindernis beim gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen stellen jedoch noch immer die Sprachbarrieren zwischen den einzelnen Teilen Schlesiens dar. In einem zukünftigen vereinigten Europa gilt es diese zu überwinden, ohne jedoch die sprachlichen Eigenarten und Besonderheiten Schlesiens zu Gunsten der jeweiligen nationalen bzw. internationalen Verkehrssprachen zu verlieren.
Ziel des Seminars ist es, allen Teilnehmern grundlegendes Wissen über die schlesische Sprachgeschichte und die derzeitige Sprachsituation in Schlesien nahe zu bringen, andererseits sollen gemeinsam Konzepte und Ideen entwickelt werden, wie die deutsche Sprache – aber auch der oberschlesische Dialekt – zu pflegen und zu bewahren ist. Die Dialekte der nach 1945 zugewanderten Polen, die hier nun schon in der dritten und vierten Generation heimisch geworden sind, werden ebenfalls Berücksichtigung finden. Hierbei soll die Frage, welche Wege und Methoden gefunden werden können, sie mit dem Kulturerbe ihrer schlesischen Heimat, das nicht nur aus Kunstwerken und Baudenkmälern, sondern auch aus geistigem – das heißt, sprachlichem – Erbe wie Literatur, Philosophie, religiösen und wissenschaftlichen Texten besteht, vertraut zu machen.
Das 13. Schlesienseminar unter der Schirmherrschaft Erzbischofs Alfons Nossol wendet sich daher an einen weiten Interessentenkreis. Jeder Tag soll einer anderen Zielgruppe gewidmet werden, wobei neben Fachleuten und Multiplikatoren alle Freunde schlesischer Kultur herzlich eingeladen sind. Nach jedem fachlichen Vortrag wird anschließend ausreichend Raum zur Diskussion gegeben. Seminarsprachen werden Polnisch und Deutsch sein.
Veranstalter:
Diecezja Opolska/ Diözese Oppeln, unter der Schirmherrschaft Erzbischofs Prof. Dr. Alfons Nossol,
Uniwersytet Opolski, Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur / Stowarzyszenie Pielegnowania Sztuki i Kultury Slaskiej (VSK)
Dom Wspolpracy Polsko-Niemieckej / Haus für dt.-pln. Zusammenarbeit (Opole / Gliwice)
Datum, Ort:
29.09.2008-04.10.2008, Schloss Kamien Slaski, ul. Parkowa 1a, Poland
Weitere Infos auch zum Programmablauf:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=9093
Radiofeatures des Polnischen Rundfunks
HIer einige Hörfunkbeiträge des Auslandsdienstes des Polnischen Rundfunks zum Thema Schlesien; auf der betreffenden Seite oben auf „Anhören“ klicken:
Angesichts der bevorstehenden EM in der Schweiz und Österreich zu Anfang ein Ausblick auf die EM 2012 in Polen: Wie weit ist Krakow mit den Vorbereitungen für die Fußball-EM 2012?
EM 2012 in Schlesien?“
Ferner:
Schlesische Brühmtheiten
Hatte Karl Marx schlesische Wurzeln? Welche bekannten Persönlichkeiten stammen eigentlich aus Schlesien und der Umgebung?
Kommen die besten Architekten aus Schlesien?
Polkaabend in Katowice
In Katowice wurde zum ersten Mal ein Stück in der schlesischen Mundart aufgeführt…
Schlesien freut sich über Schengen
Schlesien ist seit jeher eine Grenzregion. Was bedeutet der Schengenbeitritt für Śląsk?
Blogs zum Thema „Schlesien“
Hier einige Blogs zum Thema (in polnischer Sprache):
My, czyli slask – Bog o slasku
http://slask.blox.pl/html
Silesia City – Blog Przemka Jedleckiego, dziennikarza Gazety Wyborczej w Katowicach
http://katowice.blox.pl/html
Tarnowskie Gory
http://tarnowskiegory.blox.pl/html
Weil es gut zum oberschlesischen Industriegebiet passt, sei auch der Blog aus dem Pott „Emscherblick“ genannt:
http://emscherblick.com/blog/
Noch ein Blog über Schlesien
Diesen Link zu einem weiteren Blog über Schlesien (in polnischer Sprache) schickte uns Ewa:
„Meine Mutter und ich“
Als gebürtigen Ruhgebietler und reingeschmeckten Schlesier hat mich natürlich dieses Buch überaus fasziniert: Petra Reskis Roman „Meine Mutter und ich“, bereits im Jahre 2003 im Müchener List-Verlag erschienen. Eine zu recht wohlwollende Rezension findet sich hier.
Neues vom Dino-Park in Krasiejow
Ende September hatten wir endlich Gelegenheit, den Dino-Park in Krasiejow persönlich in Augenschein zu nehmen. Eine erste Einschätzung: Der Anfang ist gemacht. Der bis jetzt über der Ausgrabung selbst erstellte Pavillion mit den im Gestein belassenen Originalfunden dürfte angesichts seines eher wissenschaftlich gehaltenen Charakters Kinder weniger ansprechen als interessierte Erwachsene.
Wie uns aber der zuständige Bürgermeister von Ozimek, Jan Labus, mitteilte, sei die Verwaltung im Gespräch mit mehreren Sponsoren, die man für eine weitere, auch kind- und jugendgerechte Gestaltung des gesamte Geländes gewinnen wolle.
Bleibt zu hoffen, dass man den goldenen Mittelweg zwischen Vergnügungspark und wissenschaftlicher Information findet.
Schlesien im Frühherbst
Soeben zurück aus dem bis dahin gar nicht so herbstlichen Schlesien hier ein Link zu einigen neuen Fotos
Naive Malerei aus Schlesien
Ewa schickt uns einen Hinweis auf “ some pictures by famous Silesian naive artists, who lived in Katowice-Giszowiec, formed an occult group (they were miners, in fact) and painted fantastic pictures! A Polish director Lech Majewski (also from my part of Katowice), who was in Hollywood and now in Venice, has made a film „Angelus“ about them, a bit surrealistic and funny.“
Riesengebirge
Wenn wir auf Gerhart Hauptmanns Spuren vor kurzem nach Jelenia Gora (Hirschberg) in dessen Residenz im Riesengebirge vorgedrungen sind, soll nicht Ewas folgender Hinweis auf eine informative Touristikseite über das Riesengebirge insgesamt, eine landschaftlich wie kulturell wirklich lohnende Region, fehlen:
Städtisches Museum der Stadt Jelenia Góra „Gerhart-Hauptmann-Haus“
Schon im Mai 2005 hat die Stadt Jelenia Gora in der ehemaligen Residenz des schlesischen Dichters Gerhart Hauptmann zu seinem Gedenken ein Museum eröffnet. Es befindet sich in der Villa Wiesenstein in Jagništków (ehm. Agnetendorf), wo der bekannte deutsche Schriftsteller, der im Jahre 1912 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, von 1901 bis 1946 lebte.
Massiv und einer Burg ähnlich wurde das Haus im Stil einer Neorenaissance-Villa in den Jahren 1900-1901 von dem Berliner Architekten Hans Grisebach (1848-1904) erbaut. Die auf Granitfelsen gebaute Villa Wiesenstein ist umgeben von einer natürlichen, 1,6 ha großen Parkanlage. Sie wurde als Aussichtsvilla gebaut, von der man eine gute Aussicht auf den Kamm des Riesengebirges hat.
Diese Villa wurde Hauptmanns Residenz, in der Einsamkeit des Riesengebirges, seine Zuflucht zwischen längeren Aufenthalten auf Hiddensee und Italien. Fast ein halbes Jahrhundert lang war das Haus für den Schriftsteller eine Art Refugium, ein Ort des Rückzugs und der Erholung, aber auch ein Zentrum des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens für viele Schriftsteller, Intellektuelle und Künstler aus der Umgebung, aber auch aus Berlin und anderen Orten.
Die Villa war auch ein Platz, der auch durch wertvolle Kunstsammlungen berühmt wurde. Nach dem Tod Gerhart Hauptmanns am 6. Juni 1946 konkurrierten mehrere Konzepte zur weiteren Nutzung des Hauses. Schließlich wurde es zum Kindererholungsheim „Warszawianka“ umfunktioniert und diente bis 1997 Kindern und Jugendlichen als Ferienlager.
Schon früher allerdings, unmittelbar nach der politischen Wende in Polen im November 1989, fassten der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der polnische Regierungschef Tadeusz Mazowiecki den Entschluß, das frühere Wohnhaus Gerhart Hauptmanns zu einem dem Nobelpreisträger gewidmeten Museum umzugestalten.
Nach der Renovierung des Hauses, die von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit weitgehend finanziert wurde, konnte am 1. September 2001 das Gerhart-Hauptmann-Haus als eine neue Kultureinrichtung der Stadt Jelenia Góra durch Vertreter der polnischen und deutschen Regierungen eröffnet werden.
Das Museum soll dazu dienen, das kulturelle Erbe des niederschlesischen Gebiets zu fördern und zu pflegen. Das begründet sich aus dem Statut des Museums und realisiert die mit Museumsarbeit verbundenen Tätigkeiten wie das Sammeln, Bewahren und Erschließen der Literatur Gerhart Hauptmanns sowie schlesischer Literatur und Geschichte für die wissenschaftliche Bildung und Forschung.
In diesem Rahmen werden internationale Workshops, wissenschaftliche Konferenzen und Symposien mit literarischem, kulturellem und historischem Charakter und auch andere kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Vorlesungen und Autorenabende organisiert.
Diese Aktivitäten des Museums werden bereichert und unterstützt durch eine Bibliothek mit einem Leserraum, wo sich zwischen interessanten Exemplaren Hauptmann’scher Literatur auch ausgewählte deutsche und vor allem schlesische Literatur befindet. Die Bibliothek besitzt auch wertvolle Erstausgaben der Werke Gerhart Hauptmanns, verschiedene Fotos, Archivmaterial, umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten, Studien und Monographien zu Gerhart Hauptmann und seinem Werk.
Der Öffentlichkeit zugänglich sind fünf Ausstellungssäle, die mit der Darstellung von Gerhart Hauptmanns Leben und Werk verbunden sind. Zu besichtigen sind das untere Arbeitszimmer des Autors, seine ehemalige Bibliothek, der Musiksalon, das frühere Speisezimmer und die 1922 von J. M. Avenarius (1887-1954) mit Fresken ausgemalte Eingangshalle, die so genannte „Paradies-Halle“.
Auf diese Räume verteilt ist die Tafelausstellung „100 Jahre Haus Wiesenstein“, in der verschiedene Aspekte des Lebens von Gerhart Hauptmann, der sehr stark mit der Region Niederschlesien verbunden war, beleuchtet werden. Ebenso wird auf die Geschichte der Villa Wiesenstein eingegangen. Im ehemaligen Speisesaal kann die Multimedia-Show „Im Wirbel der Geschichte“ besucht werden, in deren Rahmen die Besucher auch einige kürzere Dokumentarfilmausschnitte ansehen und Gerhart Hauptmann hören können, der eigene Texte liest. Die Lieblingsmusik Gerhart Haupmanns begleitet die Besucher durch die Ausstellungsräume.
Im ehemaligen Musiksalon bzw. im Kaminzimmer präsentiert das Museum seine Sonderausstellungen, die thematisch mit der Darstellung Gerhart Hauptmanns oder mit der Geschichte der Region verbunden sind.
Zur Museumsseite:
http://www.muzeum-dgh.pl/deu/muzeum.html
Öffnungszeiten:
Sommersaison (1. Mai bis 30. September): von Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 17.00 Uhr. Montags geschlossen.
Wintersaison (1. Oktober bis 30. April): von Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 16.00 Uhr. Montags geschlossen.
Franken und Schlesier
Über die engen historischen Verbindungen zwischen Franken und Schlesien unterrichtet dieser Beitrag.
Grafschaft Glatz
Zufällig bin ich auf ein sehr umfangreiches und wirklich informatives Internet-Projekt über die niederschlesische Grafschaft Glatz (Klodzko) gestoßen. Ein Besuch lohnt sich und wird möglich mit einem Klick hier.
Einige Informationen schon an dieser Stelle:
Das Glatzer Bergland mit der Stadt Glatz als Zentrum bildet den südlichsten Zipfel der polnischen Sudeten: ein 300-400 m hohes Hügelland, dessen höchster Punkt der 1425 m hohe Snieznik (Glatzer Schneeberg) ist.
Rund um Glatz gibt es die größten Mineral- und Heilwasservorkommen Polens – fünf Kurorte liegen in allernächster Umgebung: Richtung Westen kurz hintereinander Polanica Zdrój, Duszniki Zdrój (Bad Reinerz) und Kudowa Zdrój (Bad Kudowa).
Polanicas Stolz im Frühsommer ist das Blütenmeer aus Rhododendren und Azaleen. Duszniki rühmt sich seines alljährlich in der ersten Augusthälfte stattfindenden Chopin-Festivals.
Kudowa schließlich ruft mit seinen schönen Parkanlagen und den repräsentativen Villen aus dem 19. Jh. die einstige aristokratische Atmosphäre wach. Seit 2002 verfügt der Ort über eine besondere Attraktion: ein Hallenbad mit Aquapark, Sauna und Riesenrutsche.
Informationen: Polanica Zdrój, ul. Zdrojowa 13, Tel. 074/ 868 24 44, info@polanica.pl.
Duszniki Zdrój, Rynek 9, Tel. 074/ 866 94 13. Kudowa Zdrój, ul. Zdrojowa 44, Tel. 074/866 13 87.
Weitere Informationen über das Glatzer Bergland auch hier
Gelobtes Land oder verfluchtes – Die Rolle der Kunst in Oberschlesien
Ein hoch interessantes Gespräch über die Rolle der Kunst in Oberschlesien fand am 26.6.2006, organisiert von der Galerie „Kronika“ im Bytomer Jazz-Club „Fantom“ statt. Ein aus dem Polnischen übersetzter Auszug aus der Podiumsdiskussion ist als PDF-Dokument hier abzurufen.
Museum Gleiwitz/ Gliwice
Zu den ältesten Museen in Oberschlesien gehört zweifellos das Gleiwitzer Museum, das im Jahre 1905 als „Oberschlesisches Museum“ gegründet wurde, seit 1945 aber den Namen Museum in Gleiwitz (Muzeum w Gliwicach) trägt.
Es verfügt über umfangreiche Sammlungen aus den Bereichen Archäologie, Geschichte, Ethnografie, Kunst und Kunstgewerbe, die auch in Dauerausstellungen zu sehen sind.
Davon besonders hervorzuheben ist vielleicht die landeskundliche Ausstellung über Wohnen und Arbeiten der einheimischen Bevölkerung im jetzigen Kreis Gliwice. Sie umfaßt den Zeitraum vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung wird begleitet von Fotografien aus den Jahren 1914 – 1930. Weitere Informationen dazu finden sich hier.
Neben den Dauerausstellungen laufen derzeit noch zwei interessante Sonderschauen:
„Blutkreislauf“ im Garten der Villa Caro / noch bis zum 31.08.2007
Eine Ausstelung der gegenwärtigen Keramikskulpturen von Michal Puszczynski, der sich mit Keramikbrennen mit Holzanwendung nach traditioneller, fernöstlicher Art beschäftigt. Puszczynski ist Mitglied der internationalen Gruppe „Naori Tongkama”.
„Eisenkunstguss: Gliwice – Berlin – Sayn“ / noch bis zum 16.09.2007
Erstmalig in Polen werden ca. 500 Eisenkunstgüsse aus den nicht mehr tätigen königlich-preußischen Eisengießereien Gleiwitz, Berlin und Sayn präsentiert.
Mehr Informationen finden sich hier.
Zur Geschichte des evangelischen Kirchenbaus in Schlesien
Einen umfassenden Abriss über die Geschichte des evangelischen Kirchenbaus in Schlesien bietet ein Aufsatz von Ulrich Hutter-Wolandt, der hier zu finden ist.
Biestrzynnik und Umgebung
Eine informative Seite über mein Dorf Biestrzynnik und die nähere Umgebung findet sich hier.
Kirchen in der Kunst
Sehr ausdrucksstarke Zeichnungen schlesischer Kirchen präsentiert der Künstler Krzysztof Kopec auf seiner Homepage.
Dinopark in Krasiejow
Die älteste Ortschaft der Gemeinde Ozimek – erwähnt zum ersten Mal im Jahre 1292 – ist Krasiejów (früher: Krascheow). Doch damit nicht genug: Gegenwärtig nämlich wächst Krasiejów auch zu einer großen touristischen Attraktion heran. Grund dafür ist eine gewichtige paläontologische Entdeckung, die Anfang dieses Jahrhunderts auf dem Gelände der ehemaligen Tongrube in Krasiejów gemacht wurde. Gefunden wurden dort die wahrscheinlich ältesten Dinosauriergebeine der Welt, darunter drei nahezu vollständige Skelette eines bis dahin unbekannten Dinosariertypes, den der Finder, Professor Jerzy Dzik vom Paläobiologischen Institut der Polnischen Wissenschaftlichen Akademie, Silesaurus opolensis (schlesische Eidechse aus Oppeln) nannte.
Neben einigen anderen Funden sind diese drei Skelette seit Ende Januar 2005 in einem kleinen Dinosaurier-Museum in Krasejow zu sehen.
Zu dem inzwischen entstandenen Dinopark in Krasejow führt dieser Link
Weitere Fachinformationen:
http://www.paleontologia.uni.opole.pl/deutsch.htm
http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/128.html
Im Auftrag des Instituts für Paläobiologie PAN (Polnische Akademie der Wissenschaften) hat die Bildhauerin Marta Szubert das Aussehen der in Krasiejów identifizierten Tieren rekonstruiert. Die in natürlicher Größe rekonstruierten Exemplare der einzelnen Gattungen können im Gebäude des Palastes für Kultur und Wissenschaft in Warschau, und zwar im Evolutionsmuseum angeschaut werden. Darunter sind zu finden:
Metoposaurus (Metoposaurus diagnosticus krasiejowensis) – Wasserlurch, ca. 2 Meter lang, Fitosaurus (Paleorhinus arenaceus) – der den heutigen indischen Krokodilen ähnlich aussieht, ein 3,5-Meter langes Wasserreptil, Cyklotosaurus (Cyclotosaurus) – 3 Meter langer Wasserlurch, Aetosaurus (Stagonolepis) – 3,5-Meter langes Landreptil, Silesaurus (Silesaurus opolensis) – die in Krasiejów entdeckte Tierart, ein kleiner 1,5 m langer Dinosaurier sowie Teratosaurus (Teratosaurus) – das prächtigste, 4 m lange Landraubtier.
Sakrale Holzarchitektur im Kreis Oppeln
Eine schöne und vor allem interessante Rundfahrt durch das Oppelner Kreisgebiet lässt sich entlang der vielen Beispiele für die sakrale Holzarchitektur unternehmen. Einige Stationen können sein:
Kolanowice (Gemeinde Łubniany)
Bierdzany (Gemeinde Turawa) (der heiligen Hedwig geweiht)
Dobrzen Wielki und Czarnowasy (Gemeinde Dobrzen Wielki)
sowie Zakrzów Turawski, Ochodze (Gemeinde Komprachcice) und Popielów.
Eine Radtour von Opole nach Olesno entlang sakraler Bauten findet sich hier.
Wen nicht nur Holzkirchen interessieren, der sollte einen Blick auf diesen Tourenvorschlag werfen.
Der Kreis Opole/ Oppeln
Von der Gemeinde Ozimek/ Malapane, zu der auch mein Dorf Biestrzynnik gehört, war hier schon des öfteren die Rede. Sie gehört ihrerseits zu den insgesamt 13 Gemeinden, die der im zentralen Bereich der Wojewodschaft Opole gelegene Kreis Opole umfasst, nämlich Chrzastowice, Dabrowa, Dobrzen Wielki, Komprachcice, Łubniany, Murów, Niemodlin, Ozimek, Popielów, Prószków, Tarnów Opolski, Tulowice und Turawa. Die Fläche des Kreises beträgt 1.587 qkm und macht damit knapp 17% gesamten Woiwodschaftsfläche aus. Sie wird von rund 136.000 Einwohnern bewohnt, das sind etwa 13% der Gesamtbevölkerung der Wojewodschaft.
Außer der Landwirtschaft spielen auch Industrie und Bauwesen eine wesentliche wirtschaftliche Rolle. Die Firmen haben eine strategische Bedeutung für die ganze Region. Der größte Betrieb im Kreis ist das Kraftwerk Elektrownia Opole in der Gemeinde Dobrzen Wielki).
Foto: www.polnord.pl
In meiner Umgebung bei Ozimek und in Osowiec (Gemeinde Turawa) hat sich die Maschinen- und Metallindustrie entwickelt.
Im Bereich der kleinen und mittelständischen Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe gibt es nach meinem subjektiven Empfinden eine besondere Spezialisierung auf das Fenster- und Möbeltischlerhandwerk.
Die Hütte in Ozimek/ Malapane; das Foto stammt von der Firmenseite, die insgesamt mit interessanten Informationen aufwartet.
Neue Fotos
Von einem knapp dreiwöchigen Aufenthalt in Schlesien zurück, habe ich einige neue Fotos mitgebracht – zu finden sind sie hier.
Geschichtliches über Ozimek
Viele Informationen über die Geschichte von Ozimek finden sich hier
Malapane / Ozimek
Über Ozimek bzw. Malapane und die dortige Hütte ist hier schon an anderer Stelle geschrieben worden.
Heute lernte ich, dass dort auf Bestellung des Reichsgrafen Niclas von Burghaus auf Laasan die erste gußeiserne Brücke auf dem europäischem Festland gefertigt wurde, die ab dem Jahre 1796, knapp 20 Jahre nach dem Bau der ersten eisernen Brücke der Welt über den Severn bei Coalbrookdale (England), bei Laasan/ Niederschlesien über das Striegauer Wasser führte – dies allerdings nur bis zur Sprengung durch die Deutsche Wehrmacht im Jahre 1945.
Natürlich Oder – Fotoausstellung in Königswinter
Eine interessante Fotoausstellung eröffnet am 22.6. das Museum für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbachrrott.
Unter dem Titel „Natürlich Oder. Ein Fluss wird neu entdeckt“ werden Fotos des international erfahrenen Expeditionsfotografen Willy Sinn gezeigt, der den Strom von Frankfurt/Oder bis Gleiwitz aus den unterschiedlichsten Perspektiven im Bild festgehalten hat. Nicht nur die teilweise sehr ursprünglichen landschaftlichen Schönheiten mit ihrem heute hohen ökologischen Wert, auch die Silhouetten wichtiger Städte, prägnante Brückenbauwerke und interessante technische Details der Schleusen und Kraftwerke an der Oder werden in dieser Ausstellung gezeigt. Eine reizvolle Fahrt auf der „Lebensader Schlesiens“, die dazu beitragen möchte, diesen Fluss erneut zu entdecken.
Infos gibt es hier
Nach dem Unwetter
Ein Foto von Ewa, „taken after a storm in my nearest neighbourhood in this magic time, which the French call an hour „entre chien et loup“ i.e. between the dog and the wolf…“
Oberschlesien im preussisch-deutschen Denken
Ein hoch interessanter Artikel über das sich wandelnde Bild des Oberschlesiers im preussisch-deutschen Denken seit 1742 findet sich hier.
Von dort auch eine historische Tuschezeichnung (?) des Hochofens in Ozimek/ Malapane.







