Schlesisches Tagebuch
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Fotografieausstellung „Dancing Silesia“
Fotografien von Joanna Siwiec und Bartlomiej Barczyk
Zur Besonderheit der Fotografien von Bartlomiej Barczyk und Joanna Siwiec tragen in bedeutendem Maße der räumliche Kontext und das symbolische Potential des Hintergrunds bei. Die Fotografien sind inmitten von Industrieruinen, verlassenen Gebäuden und der kümmerlichen Natur Oberschlesiens entstanden. Einen immanenten Teil der schlesischen Landschaft bilden verlassene Fabriken, Mietshäuser mit Wänden, die vom Bergbau Risse tragen, sowie Begwerke, die sich im Zustand grausamen Zerfalls befinden. Die fotografische Konfrontation dieser postindustriellen, bescheidenen Wirklichkeit mit den Körpern der Tänzer, die des sicheren Kokons der Kleidung und der Rahmen der Bühne beraubt sind, wird in ihren Fotografien komplementär und spektakulär prophetisch. Die Fotos tragen in sich eine Metapher der Veränderung, jener Metamorphose, von der viele Industriestädte auf der ganzen Welt betroffen sind.
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln im Rahmen der Internationalen Tanzmesse NRW 27.08 – 30.08. 2008 Düsseldorf vorbereitet.
Ausstellungseröffnung:
Dienstag, 26.August 2008, 19.30 Uhr im Polnischen Institut Düsseldorf, Citadellstr. 7
Gäste:
Kajo Nelles, Direktor der Internationalen Tanzmesse NRW 2008
Thomas Thorausch, stellv. Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln
Die beiden Künstler sind anwesend.
Dauer der Ausstellung: 26. 08 – 17. 10 2008
Öffnungszeiten: Di., Mi.: 15.00 – 20.00, Fr.: 12.00 – 17.00
Ort: Polnisches Institut Düsseldorf, Citadellstr. 7, 40213 Düsseldorf
Kolonowskie
Ein deutschsprachiger Internetauftritt der Gemeinde Kolonowskie; für Radwanderer interessant die Beschreibung einiger Radwege durch die Region.
Oppelner Verwaltungsgeschichte
Eine interessante Übersicht über die deutsche Verwaltungsgeschichte der Stadt und des Landkreises Oppeln z.B. mit Einwohnerzahlen und Wahlergebnissen (Abstimmungen vom 21.3.1921 und 3.9.1922, Reichtstagswahlen vom März 1933) findet sich hier.
Zur Geschichte des Skatspiels in Schlesien
Sehr speziell, aber doch interessant: Ein Beitrag zur Geschichte des Skatspiels aus einem seit Dezember 2007 leider nicht mehr fortgeführten Schlesienblog.
Neue Texte
Auch wenn ich vor Ort nicht sehr konzentriert dazu kam, an neuen Texten zu arbeiten, sind einige Arbeitsversionen entstanden. In Auszügen zu finden sind sie unter den nebenstehenden Seiten:
Verlassen und verlassen sein
Vom Leben und Sterben
Von Uhren und alten Herren
Was ist Heimat?
Einladung zum „alternativen Schlesiertreffen“
Nochmals sei auf die bevorstehende Veranstaltung im Rahmen der Reihe „KulTurm“ im Kulturpunkt der Krefelder Friedenskirche aufmerksam gemacht.
Unter dem Titel „Schlesisches Tagebuch“ werde ich – unterstützt von drei weiteren Künstlern – versuchen, meine Gäste im Rahmen eines – wollen wir sagen – „alternativen Schlesiertreffens“ zu unterhalten und statt bekannter Stereotypen ein frisches, augenzwinkerndes Bild über Land und Leute zu zeichnen:
Ausführende:
die Sopranistin Ewa Stoschek mit ihrer Vokalkunst, am Piano begleitet von Hans-Günther Bothe,
meine Frau Mauga mit einer Auswahl ihrer Gemälde zum Thema
und ich selbst mit Texten aus dem „Schlesischen Tagebuch“.
Mittwoch, den 20.6.2007, 20 Uhr im Turm der Krefelder Friedenskirche
Unser ausdrücklicher Dank geht an dieser Stelle an Irena Zejmo, ohne deren Engagement es eine solche Veranstaltung nicht gegeben hätte.
Leider hat auch sie nicht verhindern können, dass der Veranstalter ohne Rücksprache mit uns einen Publikums-Verhinderungs-Eintrittspreis i.H.v. 10 € festgesetzt hat. Wer sich selbst davon nicht abschrecken lässt, wird mit Handschlag begrüßt.
Die Oder
866 km weit fließt die Oder als europäischer Fluss durch Tschechien, Polen und Deutschland zur Ostsee. Rechnet man die Warthe als Quellfluss, ergibt sich eine Gesamtlänge von 1045 Kilometern. Als Ergebnis des Zweiten Weltkrieges wurde sie ab der Einmündung der Lausitzer Neiße bis Mescherin/ Gryfino im Rahmen des Potsdamer Abkommens am 2.8.1945 bis zum Abschluss einer endgültigen Friedensregelung zur polnischen Westgrenze und damit Teil der sog. „Oder-Neiße-Linie“.
Die Namensherkunft des Flusses ist nicht eindeutig geklärt; möglicherweise leitet er sich ab vom germanischen adra für Wasserader. Das Wort ist mit dem griechischen Wort ήtoρ (étor) verwandt. Während der Völkerwanderung wandelten die Slawen den Namen in Vjodr um. Möglicherweise bedeutet das vorgestellte „Vj“ Fluss im Sumpf, was den Gegebenheiten zu jener Zeit entspräche.
Überfahrt per Muskelkraft
Schlesischer Abend in der Krefelder Friedenskirche
Als Veranstaltung in der Reihe „KulTurm“ der Krefelder Friedenskirche findet am 20.6.2007, 20 Uhr ein „Schlesischer Abend“ mit einer bunten Mischung aus Literatur, Musik und bildender Kunst statt.
Das Programm im Einzelnen:
Lesung von Texten aus meinem „Schlesischen Tagebuch“
Lieder der Sopranistin Ewa Stoschek, am Piano begleitet von Hans-Günter Bothe
Gemälde meiner Frau Mauga aus dem Zyklus „Schlesische Impressionen“
Auf den Eintritt i.H.v. 10 € hatten wir leider keinen Einfluss.
Umbenannte Städte
In ihrem Kommentar zum Text „Guttentag, Bergmann Hindenburg“ (s. unter Seiten), der u.a. die z.T. politisch motivierte Umbenennung von Städten thematisiert (Chemnitz, vormals Karl-Marx-Stadt/ St. Petersburg, vormals Leningrad) weist Johanna darauf hin, dass Kattowitz zwischen 1953 und 1956 Stalinograd hieß; fünf Jahre später übrigens wurden zwei weitere nach Stalin benannte Städte umbenannt: das russische Stalingrad, seither Wolgograd und das heutige Eisenhüttenstadt, das bis 1961 ebenfalls Stalinstadt hieß.
Um dieses Thema ein wenig weiter zu führen, hier spontan einige weitere Städte, die von Umbenennungen betroffen waren:
Ho-Chi-Minh-Stadt, bis zur Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam Saigon
Twer, eine russische Stadt im Föderationskreis Zentralrussland, von 1931-1990 Kalinin
Königsberg, seit 1945 Kaliningrad
Simbirsk, das als Geburtsort von Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) 1924 in Uljanowsk umbenannt wurde (Partnerstadt von Krefeld)
Nizhnij Nowgorod, 1932 zu Ehren des Dichters Maxim Gorki allerdings gegen dessen Willen in Gorki umbenannt, bekam 1990 seinen alten Namen wieder
Nowonikolajewsk, benannt nach dem letzten Zaren, seit 1924 Nowosibirsk
Eine informative Seite über Kattowitz findet sich übrigens im Internetauftritt der Stadt Köln, die ja eine Partnerschaft mit der oberschlesischen Metropole pflegt.
Kattowitz selbst präsentiert sich auf Deutsch hier
Auskunft über die deutsch-polnischen Namensentsprechungen im Kreis Oppeln findet sich hier
Zum Thema
Wovon wir hier reden…
http://de.wikipedia.org/wiki/Oberschlesien
Und Stimmen, die wir hier nicht haben wollen…, z.B.
Willkommen
Um es gleich vorweg zu sagen: Von Haus aus bin ich kein Schlesier. Doch ich habe mich vor inzwischen schon vielen Jahren hoffnungslos in Land und Leute verliebt. Dies ist umso bedeutsamer als mich das bis heute nicht verstummte landsmannschaftliche Getöse nicht nur immer wieder abschreckt, sondern schlicht entsetzt. Aber es geht auch nicht um jene, die mittlerweile in mindestens zweiter Generation hier Fuß gefasst haben und dennoch nicht nachlassen wollen, in oftmals völlig undifferenzierter Weise Geschichte zu klittern.
Es geht um Schlesien, eine Region, auf das die rückwärts Gewandten keinen Alleinanspruch haben, ein Land, das weder den polnischen noch deutschen Rechten überlassen bleiben darf. Schlesien hat nicht nur eine Vergangenheit, es hat auch eine Zukunft. Wie diese aussieht, wird davon abhängen, wie wir dem Land und seinen liebenswerten Menschen begegnen, kurzum: Schlesien muss auch und vor allem von den vorwärts Gerichteten entdeckt und kennengelernt werden. Nur so wird es eine wichtige Rolle als Brücke zwischen Ost und West spielen.
Meine Faszination für dieses Land nachvollziehbar zu machen, vielleicht ein wenig davon weiterzugeben und Neugier zu wecken, letztlich aber auch, um gleichgesinnte Verliebte zu finden - diesem Zweck soll dieser Blog dienen.







