Schlesisches Tagebuch
Liebeserklärungen und andere MerkwürdigkeitenArchiv für Fotos
The Calendar boys
Here you can see an original Silesian calendar with our miners posing and pictures by our famous naive painter, Erwin Sowka in the background, which creates a really fascinating mixture! You can’t buy it, unfortunately, it’s limited special edition. You can read the article there (in Polish) and there is a link to another article about Sowka, who is just having his exhibition in the very center of Katowice, at „Rondo Sztuki“ (The Artistic Roundabout). He is the last one from the famous „Janow group“ of miners painting mystic pictures. Our boy from Katowice, now a famous director living in Venice, Lech Majewski made a lovely film about them called „Angelus“. Best wishes, Ewa Parma
Neues vom Dino-Park in Krasiejow
Ende September hatten wir endlich Gelegenheit, den Dino-Park in Krasiejow persönlich in Augenschein zu nehmen. Eine erste Einschätzung: Der Anfang ist gemacht. Der bis jetzt über der Ausgrabung selbst erstellte Pavillion mit den im Gestein belassenen Originalfunden dürfte angesichts seines eher wissenschaftlich gehaltenen Charakters Kinder weniger ansprechen als interessierte Erwachsene.
Wie uns aber der zuständige Bürgermeister von Ozimek, Jan Labus, mitteilte, sei die Verwaltung im Gespräch mit mehreren Sponsoren, die man für eine weitere, auch kind- und jugendgerechte Gestaltung des gesamte Geländes gewinnen wolle.
Bleibt zu hoffen, dass man den goldenen Mittelweg zwischen Vergnügungspark und wissenschaftlicher Information findet.
Schlesien im Frühherbst
Soeben zurück aus dem bis dahin gar nicht so herbstlichen Schlesien hier ein Link zu einigen neuen Fotos
Neue Fotos
Von einem knapp dreiwöchigen Aufenthalt in Schlesien zurück, habe ich einige neue Fotos mitgebracht – zu finden sind sie hier.
Schlesiertreffen
Als schöner Erfolg lässt sich das kulturelle „Schlesiertreffen“ am 20.6.2007 im Turm der Krefelder Friedenskirche verbuchen. Nach meinem persönlichen Empfinden war es eine runde, gelungene Veranstaltung in sehr ansprechendem und adäquatem Ambiente. Besonders beeindruckend in der großartigen Akustik des Kirchturms: der Gesang von Ewa Stoschek.
Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung:
Nochmals sei an dieser Stelle ausdrücklich Irena Zejmo gedankt, ohne deren engagierte Tatkraft dieser schöne Abend so niemals stattgefunden hätte. Übrigens soll bei dieser Gelegenheit endlich auch einmal auf die zwei Lyrikbände hingewiesen werden, die Irena im polnischen Verlag „Adequat“ veröffentlicht hat:
Nasionko dmuchawca, ISBN 83-89147-08-4, erschienen im Jahre 2004
Anatomia uczuc, ISBN: 83-89147-05-X, erschienen im Jahr 2005
Zu Irenas lyrischer Arbeit später mehr.
Fischteich in Poliwoda
Eine eher technisch orientierte Informationsseite im Internet hat auch unser Fischteich in Poliwoda. Wer wissen will, welchen Fisch er wie, wann und warum dort fangen kann, findet hier Orientierung.
Kapellen
Obwohl mitunter versteckt, prägen sie die schlesische Landschaft: kleine Kapellen, Orte des Einhaltens und stiller Andacht überall am Wegrand. Irgendwann erzählte mir jemand, dass Teile der russischen Armee sich mangels anderer Orientierungspunkte im zweiten Weltkrieg an ihnen entlang den Weg nach Westen bahnte und dies mit Erfolg, ist doch ihre Zahl überwältigend groß. Ob diese Information stimmt, weiß ich nicht.
Fest steht allerdings, dass es allein in unserer unmittelbaren Umgebung rund um Biestrzynnik zahlreiche Kapellen gibt, von den Heiligenkreuzen einmal ganz abgesehen.
Natürlich Oder – Fotoausstellung in Königswinter
Eine interessante Fotoausstellung eröffnet am 22.6. das Museum für schlesische Landeskunde in Königswinter-Heisterbachrrott.
Unter dem Titel „Natürlich Oder. Ein Fluss wird neu entdeckt“ werden Fotos des international erfahrenen Expeditionsfotografen Willy Sinn gezeigt, der den Strom von Frankfurt/Oder bis Gleiwitz aus den unterschiedlichsten Perspektiven im Bild festgehalten hat. Nicht nur die teilweise sehr ursprünglichen landschaftlichen Schönheiten mit ihrem heute hohen ökologischen Wert, auch die Silhouetten wichtiger Städte, prägnante Brückenbauwerke und interessante technische Details der Schleusen und Kraftwerke an der Oder werden in dieser Ausstellung gezeigt. Eine reizvolle Fahrt auf der „Lebensader Schlesiens“, die dazu beitragen möchte, diesen Fluss erneut zu entdecken.
Infos gibt es hier
Nach dem Unwetter
Ein Foto von Ewa, „taken after a storm in my nearest neighbourhood in this magic time, which the French call an hour „entre chien et loup“ i.e. between the dog and the wolf…“
Schlesien in der Malerei
Weil es hier ja um Schlesien geht, sei es erlaubt, auf drei Filme über die Arbeit meiner Frau Mauga zu verweisen, die nicht nur aus Schlesien stammt, sondern in ihrer künstlerischen Arbeit auch immer wieder dorthin zurückfindet.
Oder direkt bei YouTube:
Schlesische Impressionen # 1
Schlesische Impressionen # 2
Painting silesian landscapes
Burgruine Tenczyn
Von einer Reise nach Tenczyn, dem sog. Tor zur Malapolska nahe Krakau, schickt Ewa ein Foto der dortigen, die ganze Umgebung beherrschenden Burgruine.
Im 16. Jahrhundert erfuhr die gotische Burg einen Umbau in eine palastartige Renaissanceresidenz. Im Jahre 1636 wurde sie von schwedischen Truppen zerstört und niedergebrannt. Trotz der Vernichtung war sie noch ab Anfang des 18. Jahrhunderts wieder bewohnt. Die Burg Tenczynek gehörte zu den typischen Wehrbastionen, die einst die Verkehrswege nach Krakau schützen sollten. An die ehemalige Residenz erinnert noch die gut erkennbare Gebäudeanordnung und gewichtige Teile der steinernen Wehrmauern.
Fotogalerie
Einige meiner Fotografien aus Schlesien sind – neben anderen – nun auch in einer Galerie bei Picasa zu betrachten. Viel Spaß dabei!
Land der Gegensätze
Sicherlich ist Schlesien ein Land der Gegensätze. Reich an natürlichen, aber auch landwirtschaftlich genutzten Flächen hier, hektisch und verraucht dort. Nachfolgend einige interessante Informationen zur Situation im oberschlesischen Industriegebiet rund um Kattowitz; sie mögen viele erschrecken, mich, der ich im Ruhrpott groß wurde, eher weniger.
Die Gas- und Staubemission im Raum Katowice liegt 20 Mal über dem Landesdurchschnitt. Hier waren zeitweise 40% der gesamten Luftbelastung des Landes auf lediglich 2,1% der Staatsfläche konzentriert. Auch die Wasserqualität entspricht noch nicht europäischen Standards. Die starke Siedlungsdichte im Oberschlesischen Industriegebiet verursachte eine Vermischung von Wohn- und Industriegebieten. Dadurch wurde die Gesundheit der Bewohner erheblich belastet. Im Oberschlesischen Industriegebiet liegt die Krankheitsrate deutlich über dem Landesdurchschnitt. Es gibt zum Beispiel 50% mehr Atemwegserkrankungen und die Krebsrate ist um 1/3 höher als im Rest Polens. Diese Umstände haben eine deutlich geringere Lebenserwartung zur Folge. Gründe für diese Probleme liegen hauptsächlich in den veralteten Industrieanlagen. So werden z.B. die Abwässer der Fabriken nur unzureichend gereinigt oder direkt ungeklärt in die Gewässer geleitet. Auch die starke Konzentration von Industrieanlagen nahe an den dicht besiedelten Wohngebieten liefert eine weitere Ursache für die erhöhte Krankheitsrate. Nach dem 2. Weltkrieg war es unwichtig die Umwelt zu schützen, sondern das einzige was zählte, war, die Produktivität zu steigern. Mit Umweltschutz hielt sich keiner auf. Es wurden immer mehr Fabriken und Bergwerke ohne Rücksicht auf die Wasser- und Luftverschmutzung gebaut. Diesen Problemen wirken EU und Regierung durch diverse Maßnahmen entgegen. So wurden einige verschmutzende Betriebe aus den Städten ausgelagert, der Emissionsschutz verbessert und die Betriebe modernisiert. Des weiteren sind eine Vielzahl von Umweltverträgen mit Investoren und der EG unterzeichnet worden. So wurde eine Reihe von Kläranlagen durch die EU finanziert. Verstöße gegen Umweltauflagen sollen von nun an auch effizienter verfolgt und gegebenenfalls bestraft werden. Bereits zwischen 1990 und 1999 konnte so die Umweltsituation spürbar verbessert werden, trotzdem bleibt das Oberschlesische Industriegebiet weiterhin ein „Umweltnotstandsgebiet“.
Mehr dazu hier.
Ein fast schon surreales Foto aus Kattowitz schickt Ewa mit folgendem Kommentar:
…another photo from my village i.e.Katowice-Kostuchna (also in the south of Katowice). You can see a cinder tip (halda) near our coalmine in the background. The author of this picture is Bartlomiej Barczyk, who was doing this for a newspaper and a Silesian calendar with popular Silesian people.
Die beiden Personen sind übrigens in Polen in der Tat sehr bekannt: Marta Fox, eine Dichterin, Kolumnistin und Gewinnerin vieler nationaler Literaturpreise sowie der Fotograf und Grafiker Janusz Stobinski.
Zdzieszowice
Als Zugeständnis an Ewa, die mit Recht darauf aufmerksam macht, dass Schlesien mehr zu bieten hat als idyllische Landschaften, das folgende Foto aus Zdzieszowice am Fuße des Annabergs: In seiner gewollten Symbolträchtigkeit vielleicht etwas überzogen, immerhin ein Hinweis auf die schlesische Schwerindustrie.
Kattowitz
Dieses Bild schickte Ewa mit folgendem Kommentar:
I am sending you a picture from Katowice taken by our friend, Janusz Stobinski from his balcony on the fifth floor in Piotrowice (which is a southern part of Katowice) – a very Silesian landscape with fragments of church and a coalmine at sunset. I hope you will like it! Here is Janusz’ s website:
Beim Fleischer
Die beste Wurst weit und breit gab es bei unserem Fleischer in Biestrzynnik. Leider ist er inzwischen in Rente gegangen und ließ uns mit den auch in Polen zunehmend fragwürdigen Massenerzeugnissen allein.




























