Schlesisches Tagebuch

Liebeserklärungen und andere Merkwürdigkeiten

Archiv für Juli, 2007

Dinopark in Krasiejow

Die älteste Ortschaft der Gemeinde Ozimek – erwähnt zum ersten Mal im Jahre 1292 – ist Krasiejów (früher: Krascheow). Doch damit nicht genug: Gegenwärtig nämlich wächst Krasiejów auch zu einer großen touristischen Attraktion heran. Grund dafür ist eine gewichtige paläontologische Entdeckung, die Anfang dieses Jahrhunderts auf dem Gelände der ehemaligen Tongrube in Krasiejów gemacht wurde. Gefunden wurden dort die wahrscheinlich ältesten Dinosauriergebeine der Welt, darunter drei nahezu vollständige Skelette eines bis dahin unbekannten Dinosariertypes, den der Finder, Professor Jerzy Dzik vom Paläobiologischen Institut der Polnischen Wissenschaftlichen Akademie, Silesaurus opolensis (schlesische Eidechse aus Oppeln) nannte.

Neben einigen anderen Funden sind diese drei Skelette seit Ende Januar 2005 in einem kleinen Dinosaurier-Museum in Krasejow zu sehen.

Zu dem inzwischen entstandenen Dinopark in Krasejow führt dieser Link

Weitere Fachinformationen:

http://www.paleontologia.uni.opole.pl/deutsch.htm
http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/128.html

Im Auftrag des Instituts für Paläobiologie PAN (Polnische Akademie der Wissenschaften) hat die Bildhauerin Marta Szubert das Aussehen der in Krasiejów identifizierten Tieren rekonstruiert. Die in natürlicher Größe rekonstruierten Exemplare der einzelnen Gattungen können im Gebäude des Palastes für Kultur und Wissenschaft in Warschau, und zwar im Evolutionsmuseum angeschaut werden. Darunter sind zu finden:

Metoposaurus (Metoposaurus diagnosticus krasiejowensis) – Wasserlurch, ca. 2 Meter lang, Fitosaurus (Paleorhinus arenaceus) – der den heutigen indischen Krokodilen ähnlich aussieht, ein 3,5-Meter langes Wasserreptil, Cyklotosaurus (Cyclotosaurus) – 3 Meter langer Wasserlurch, Aetosaurus (Stagonolepis) – 3,5-Meter langes Landreptil, Silesaurus (Silesaurus opolensis) – die in Krasiejów entdeckte Tierart, ein kleiner 1,5 m langer Dinosaurier sowie Teratosaurus (Teratosaurus) – das prächtigste, 4 m lange Landraubtier.

Sakrale Holzarchitektur im Kreis Oppeln

Eine schöne und vor allem interessante Rundfahrt durch das Oppelner Kreisgebiet lässt sich entlang der vielen Beispiele für die sakrale Holzarchitektur unternehmen. Einige Stationen können sein:

Kolanowice (Gemeinde Łubniany)

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Bierdzany (Gemeinde Turawa) (der heiligen Hedwig geweiht)

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Dobrzen Wielki und Czarnowasy (Gemeinde Dobrzen Wielki)

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sowie Zakrzów Turawski, Ochodze (Gemeinde Komprachcice) und Popielów.

Eine Radtour von Opole nach Olesno entlang sakraler Bauten findet sich hier.

Wen nicht nur Holzkirchen interessieren, der sollte einen Blick auf diesen Tourenvorschlag werfen.

Neue Texte

Auch wenn ich vor Ort nicht sehr konzentriert dazu kam, an neuen Texten zu arbeiten, sind einige Arbeitsversionen entstanden. In Auszügen zu finden sind sie unter den nebenstehenden Seiten:

Verlassen und verlassen sein
Vom Leben und Sterben
Von Uhren und alten Herren
Was ist Heimat?

Der Kreis Opole/ Oppeln

Von der Gemeinde Ozimek/ Malapane, zu der auch mein Dorf Biestrzynnik gehört, war hier schon des öfteren die Rede. Sie gehört ihrerseits zu den insgesamt 13 Gemeinden, die der im zentralen Bereich der Wojewodschaft Opole gelegene Kreis Opole umfasst, nämlich Chrzastowice, Dabrowa, Dobrzen Wielki, Komprachcice, Łubniany, Murów, Niemodlin, Ozimek, Popielów, Prószków, Tarnów Opolski, Tulowice und Turawa. Die Fläche des Kreises beträgt 1.587 qkm und macht damit knapp 17% gesamten Woiwodschaftsfläche aus. Sie wird von rund 136.000 Einwohnern bewohnt, das sind etwa 13% der Gesamtbevölkerung der Wojewodschaft.

Außer der Landwirtschaft spielen auch Industrie und Bauwesen eine wesentliche wirtschaftliche Rolle. Die Firmen haben eine strategische Bedeutung für die ganze Region. Der größte Betrieb im Kreis ist das Kraftwerk Elektrownia Opole in der Gemeinde Dobrzen Wielki).

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Foto: www.polnord.pl

In meiner Umgebung bei Ozimek und in Osowiec (Gemeinde Turawa) hat sich die Maschinen- und Metallindustrie entwickelt.

Im Bereich der kleinen und mittelständischen Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe gibt es nach meinem subjektiven Empfinden eine besondere Spezialisierung auf das Fenster- und Möbeltischlerhandwerk.

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Die Hütte in Ozimek/ Malapane; das Foto stammt von der Firmenseite, die insgesamt mit interessanten Informationen aufwartet.

Fischbratküche abgebrannt

Wer derzeit einen Ausflug zum Lowisko in Biestrzynnik/ Poliwoda plant, sollte sich für das Mittagessen nicht auf den dort sonst angebotenen frisch gebratenen Fisch verlassen. Infolge eines Kurschlusses ist der Küchenpavillon vor etwa zwei Wochen vollständig abgebrannt – das Personal kam mit dem Schrecken davon. Ob und wann ein Wiederaufbau erfolgt, war seinerzeit noch unklar. 

Neue Fotos

Von einem knapp dreiwöchigen Aufenthalt in Schlesien zurück, habe ich einige neue Fotos mitgebracht – zu finden sind sie hier.